Neujahrsfest der Assyrer 29. März 2026
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Ich habe mich über die freundliche Atmosphäre und die herzliche Aufnahme in dieser assyrischen Gemeinschaft sehr gefreut. Es gab Folklore, Musik und Vorträge wie Grußworte von Matthias Fink als Vertreter der scheidenden Oberbürgermeisterin und von Dirk Wurm für den kommenden OB ab.
Einen überaus geistreichen Vortrag lieferte der in Augsburg geborene Dr. phil. Sanherib Ninos ab:
Um 1900 kam es in der Assyrischen Gemeinde, also einer christlichen Insel im Osmanischen Reich, zu einem geistesgeschichtlichen Umbruch:
Die assyrische Intelligenz, welche sich vor Allem in Diyabakir zusammenfand, propagierte eine kulturelle Identität, welche unabhängig von der katholischen Kirche, bzw. deren syrisch-orthodoxen Zweig, bestehen sollte. Bis dahin war z.B. Musik und Tanz quasi verboten, zumindest religiös verpönt.
Damit fand unter den Assyrern so etwas statt wie in Europa die „Aufklärung“. Dies ist unter den nach Deutschland und Europa migrierten Kulturen einzigartig und erklärt, weshalb die Assyrer ein relativ entspanntes Verhältnis zur eigenen Kultur genauso wie zur Integration in die neue Kultur haben, in welche sie eingewandert sind.
In diesem Zusammenhang haben sie schon 1978 den Mesopotamienverein in Augsburg gegründet, um die Integration seiner Mitglieder autonom zu organisieren und damit sowohl eine kulturelle Heimat zu bieten wie auch ein Sprungbrett zum Einleben in das Gastland.
Im Ganzen war der Besuch beim Mesopotamienverein in der Oberhausener Mendelsohnstr 21 eine sehr schöne Erfahrung!
Dagobert Ross




